Was kostet die PKV für mich und meine beiden Kinder?
Die Antwort hängt von deiner Situation ab, aber eines kann ich dir sagen: Die Kosten unterscheiden sich massiv zwischen Angestellten, Selbstständigen und Beamten. Der Arbeitgeberzuschuss macht einen riesigen Unterschied, und bei Beamten kommt die Beihilfe ins Spiel, die alles verändert.
Die PKV für eine Familie mit zwei Kindern kostet nicht pauschal „X“ Euro. Es kommt darauf an, wie alt ihr seid, ob du Beamter bist, wie viel Arbeitgeberzuschuss du bekommst und welchen Tarif du wählst. Schauen wir uns an, was die PKV in deiner konkreten Situation kostet.
Wie teuer ist die private Krankenversicherung für eine Familie mit 2 Kindern?
Die PKV für eine Familie mit zwei Kindern kostet zwischen 400 und 2.500 Euro monatlich nach Abzug aller Zuschüsse.
Die Spanne ist enorm, weil deine Berufsgruppe den größten Unterschied macht. Als Angestellter bekommst du bis zu 613 Euro Arbeitgeberzuschuss monatlich für die gesamte Familie. Als Beamter zahlt die Beihilfe 70 Prozent deiner Kosten und 80 Prozent für deine Kinder. Als Selbstständiger zahlst du alles selbst.
Die Kosten setzen sich aus den Beiträgen für beide Elternteile und beide Kinder zusammen. Kinder zwischen 0 und 14 Jahren kosten etwa 300 Euro monatlich in einem Hochleistungstarif, Erwachsene etwa 850 Euro. Ab 21 Jahren werden Kinder wie Erwachsene berechnet, und der Beitrag springt auf über 1.200 Euro.
Das ist der kritische Punkt, an dem du für deine Kinder prüfen solltest, ob ein Wechsel in die GKV möglich ist.
Angestellte Familie mit zwei Kindern zahlt 1.030 bis 1.600 Euro netto
Du bist Angestellter, deine Partnerin ebenfalls, beide verdient ihr über der Jahresarbeitsentgeltgrenze von 77.400 Euro.
Eure Kinder sind 8 und 12 Jahre alt. Ihr wählt Hochleistungstarife, weil ihr euren Kindern die beste medizinische Versorgung ermöglichen wollt.
| Vater (42 Jahre) | 850 € |
| Mutter (38 Jahre) | 780 € |
| Kind 1 (12 Jahre) | 300 € |
| Kind 2 (8 Jahre) | 280 € |
| Gesamt brutto | 2.210 € |
| Arbeitgeberzuschuss | -613 € |
| Gesamt netto | 1.597 € |
Die Familie zahlt 1.597 Euro monatlich aus eigener Tasche. Das sind 19.164 Euro im Jahr nach Abzug des Arbeitgeberzuschusses. Der Arbeitgeberzuschuss von maximal 613 Euro wird auf alle Familienmitglieder verteilt. Der Vater bekommt etwa 425 Euro, die Mutter 188 Euro, für die Kinder bleibt nichts mehr übrig. Der Gesamttopf ist ausgeschöpft.
Jetzt kommt die Steuer ins Spiel. Von den 19.164 Euro jährlich kannst du etwa 15.250 Euro als Sonderausgaben absetzen. Bei einem Grenzsteuersatz von 42 Prozent sparst du dadurch etwa 6.400 Euro Steuern im Jahr. Deine tatsächlichen Kosten liegen also bei etwa 1.065 Euro monatlich nach Steuern.
In der gesetzlichen Krankenversicherung würdest du als Gutverdiener den Höchstbeitrag von etwa 1.200 Euro monatlich zahlen. Deine Partnerin ebenfalls, wenn sie über der Beitragsbemessungsgrenze verdient. Die Kinder wären kostenfrei mitversichert, wenn einer von euch unter der Jahresarbeitsentgeltgrenze verdienen würde.
Verdient ihr beide darüber, müssen die Kinder in die PKV.
Selbstständige Familie zahlt 1.430 bis 2.210 Euro ohne jeden Zuschuss
Du bist Selbstständiger mit 120.000 Euro Jahreseinkommen, deine Partnerin arbeitet nicht. Eure beiden Kinder sind 7 und 11 Jahre alt. Ihr wählt Hochleistungstarife.
| Selbstständiger (40 Jahre) | 850 € |
| Partnerin (38 Jahre) | 780 € |
| Kind 1 (11 Jahre) | 300 € |
| Kind 2 (7 Jahre) | 280 € |
| Gesamt | 2.210 € |
Die Familie zahlt 2.210 Euro monatlich komplett selbst. Das sind 26.520 Euro im Jahr. Keinen einzigen Euro Arbeitgeberzuschuss, weil du selbstständig bist. Von den 26.520 Euro kannst du etwa 21.100 Euro als Sonderausgaben absetzen. Bei einem Grenzsteuersatz von 42 Prozent sparst du dadurch etwa 8.860 Euro Steuern im Jahr.
Deine tatsächlichen Kosten liegen also bei etwa 1.470 Euro monatlich nach Steuern. In der gesetzlichen Krankenversicherung würdest du den Höchstbeitrag von etwa 1.030 Euro monatlich zahlen. Deine Partnerin wäre kostenfrei familienversichert, die Kinder ebenfalls. Die GKV wäre für dich als Selbstständiger mit Familie deutlich günstiger.
Die PKV macht für dich als Selbstständiger nur Sinn, wenn dir die besseren Leistungen die Mehrkosten wert sind. Kurze Wartezeiten bei den besten Ärzten, freie Arztwahl, Chefarztbehandlung im Krankenhaus, umfassende Zahnversorgung und Zugang zu modernsten Therapien. Das sind die Gründe, warum Selbstständige trotz höherer Kosten in die PKV gehen.
Beamtenfamilie zahlt durch die Beihilfe nur 600 bis 700 Euro
Du bist Beamter, deine Partnerin ebenfalls. Ihr habt drei Kinder im Alter von 5, 9 und 12 Jahren. Ihr wählt Hochleistungstarife. Die Beihilfe übernimmt 70 Prozent eurer Kosten und 80 Prozent für eure Kinder.
| Bruttobeitrag | Beihilfe | Eigenanteil | |
|---|---|---|---|
| Beamter (45 Jahre) | 850 € | 595 € (70%) | 255 € |
| Beamtin (42 Jahre) | 780 € | 546 € (70%) | 234 € |
| Kind 1 (12 Jahre) | 300 € | 240 € (80%) | 60 € |
| Kind 2 (9 Jahre) | 280 € | 224 € (80%) | 56 € |
| Kind 3 (5 Jahre) | 260 € | 208 € (80%) | 52 € |
| Gesamt | 2.470 € | 1.813 € | 657 € |
Die Beamtenfamilie zahlt nur 657 Euro monatlich, obwohl die Bruttobeiträge bei 2.470 Euro liegen. Die Beihilfe übernimmt über 1.800 Euro jeden Monat. Das sind 7.884 Euro im Jahr, die ihr tatsächlich zahlt. In der gesetzlichen Krankenversicherung würdet ihr als Beamte deutlich mehr zahlen, weil es keine Beihilfe gibt.
Für Beamte ist die PKV finanziell praktisch immer die beste Wahl. Die Beihilfe macht die private Absicherung so günstig, dass die GKV nicht mithalten kann. Ihr bekommt die beste medizinische Versorgung für eure Familie und zahlt nur einen Bruchteil der tatsächlichen Kosten.
Du willst es genauer wissen? Dann rechne es einfach selbst nach mit unserem PKV-Rechner für Familien:
Kann man die private Krankenkasse der Kinder steuerlich absetzen?
Ja, und das ist ein riesiger Vorteil, den viele gar nicht auf dem Schirm haben. Du kannst die PKV-Beiträge für deine Kinder vollständig steuerlich absetzen. Das macht die PKV am Ende deutlich günstiger, als die Bruttobeiträge vermuten lassen.
Die Beiträge zählen als Sonderausgaben nach § 10 Absatz 1 Nummer 3 Einkommensteuergesetz. Dabei ist völlig egal, wer Versicherungsnehmer ist oder wer die Beiträge bezahlt hat. Solange du zum Unterhalt des Kindes verpflichtet bist, kannst du die Beiträge absetzen.
Welche PKV-Beiträge kannst du steuerlich absetzen?
Die Absetzbarkeit funktioniert in zwei Kategorien, und das musst du verstehen:
Basisbeiträge sind unbegrenzt absetzbar:
- Ambulante Behandlungen beim Arzt
- Stationäre Behandlungen im Krankenhaus (Mehrbettzimmer)
- Zahnärztliche Grundversorgung
- Pflegeversicherung
Das sind etwa 80 Prozent deiner Gesamtbeiträge. Diese kannst du komplett absetzen, egal wie hoch sie sind. Wenn du 15.000 Euro Basisbeiträge zahlst, kannst du 15.000 Euro absetzen. Keine Obergrenze.
Wahlleistungen sind nur begrenzt absetzbar:
- Zweibettzimmer und Chefarztbehandlung
- Heilpraktiker-Behandlungen
- Auslandskrankenversicherung
- Zahnersatz über Basisversorgung hinaus
Das sind etwa 20 Prozent deiner Gesamtbeiträge. Diese kannst du nur bis 1.900 Euro im Jahr absetzen als Angestellter oder 2.800 Euro als Selbstständiger.
Wie viel sparst du konkret durch die steuerliche Absetzbarkeit der PKV-Beiträge?
Ein Beispiel macht das Ganze noch deutlicher: Du bist Angestellter mit zwei Kindern und zahlst 14.760 Euro im Jahr für die PKV.
| Gesamtbeiträge pro Jahr | 14.760 € |
| Davon Basisbeiträge (80%) | 11.808 € |
| Davon Wahlleistungen (20%) | 2.952 € |
| Absetzbar Basisbeiträge | 11.808 € (komplett) |
| Absetzbar Wahlleistungen | 1.900 € (Grenze) |
| Gesamt absetzbar | 13.708 € |
Bei einem Grenzsteuersatz von 42 Prozent sparst du dadurch 5.757 Euro Steuern im Jahr. Das sind 480 Euro pro Monat. Deine PKV-Beiträge von 1.230 Euro monatlich kosten dich nach Steuern nur noch 750 Euro. Das ist ein gewaltiger Unterschied.
Du trägst die Beiträge in der Anlage Kind deiner Steuererklärung ein, wenn du Kindergeld bekommst. Das sind die Zeilen 26 bis 29. Dein Versicherer stellt dir automatisch eine Bescheinigung zur Verfügung, in der die absetzbaren Beträge aufgeschlüsselt sind. Du musst nichts selbst berechnen, das macht der Versicherer für dich.
Ab wann lohnt sich die PKV mit Kindern?
Die PKV mit Kindern ist keine Sparentscheidung, sondern eine Qualitätsentscheidung.
Die richtige Frage ist nicht: Ist die PKV günstiger, sondern: Kann ich mir die beste medizinische Versorgung für meine Familie leisten, und ist sie mir das wert?
Die kostenlose Familienversicherung ist für viele die richtige Wahl
Die gesetzliche Krankenversicherung hat eine kostenlose Familienversicherung.
Deine Kinder sind automatisch mitversichert, wenn du unter der Jahresarbeitsentgeltgrenze von 77.400 Euro verdienst. Das ist für viele Familien die richtige Wahl:
- Einkommen knapp über der Grenze
- Nur ein Partner verdient gut
- Budget für 1.500 Euro PKV-Beiträge nicht vorhanden
- Finanzielle Sicherheit wichtiger als Premiumleistungen
Wenn deine Partnerin unter der Grenze verdient und gesetzlich versichert ist, können eure Kinder kostenfrei in der GKV bleiben. Du gehst alleine in die PKV, die Familie ist über die Partnerin mitversichert.
Vorteile der PKV für deine Kinder
Die GKV steht unter Druck. Beiträge steigen, Leistungen werden gekürzt, Wartezeiten werden länger.
Als Kassenpatient wartest du durchschnittlich 30 Tage auf einen Facharzttermin, jeder zehnte sogar über drei Monate. In der PKV bekommst du Termine innerhalb weniger Tage.
Das bekommst du hingegen in der PKV für deine Kinder:
- Facharzttermine in 3 bis 7 Tagen statt 30 Tagen
- Freie Wahl der besten Spezialisten
- Einzelzimmer und Chefarztbehandlung im Krankenhaus
- 90 bis 100 Prozent Kostenübernahme bei Zahnersatz
- Zugang zu modernsten Therapien und Behandlungen
Im Ernstfall kann das entscheidend sein.
Neue Krebstherapien und innovative Operationsmethoden sind oft Jahre nur für Privatpatienten verfügbar.
Bei entsprechend hohem Einkommen sollten 300 bis 500 Euro mehr im Monat keine Rolle spielen, wenn es um die Gesundheit deiner Kinder geht. Bei mittlerem Einkommen kann die kostenlose Familienversicherung in der GKV die klügere Wahl sein. Die Entscheidung ist – wie so immer – sehr individuell.
Fazit: „Die PKV für eine Familie mit zwei Kindern kostet zwischen 400 und 2.500 Euro monatlich, je nach Berufsgruppe und Arbeitgeberzuschuss.“
Als Angestellter zahlst du nach allen Zuschüssen und Steuern etwa 1.000 bis 1.200 Euro. Als Beamter profitierst du von der Beihilfe und zahlst nur 600 bis 700 Euro für die gesamte Familie. Als Selbstständiger zahlst du alles selbst und kommst auf 1.500 bis 1.800 Euro nach Steuern.
Die PKV ist keine Sparentscheidung, sondern eine Qualitätsentscheidung. Du bekommst für deine Familie die beste medizinische Versorgung in Deutschland: kurze Wartezeiten bei den besten Ärzten, freie Arztwahl, Chefarztbehandlung im Krankenhaus, umfassende Zahnversorgung und Zugang zu modernsten Therapien.
Das ist das, was Eltern für ihre Kinder wollen: Im Ernstfall die beste medizinische Hilfe ohne Kompromisse.
Ob die PKV zu deiner Familie passt, hängt von deinem Einkommen und deiner Situation ab. Bei hohem Einkommen sollten 300 bis 500 Euro mehr im Monat keine Rolle spielen, wenn es um die Gesundheit deiner Kinder geht.
Bei mittlerem Einkommen musst du ehrlich rechnen, ob du die Beiträge langfristig stemmen kannst. Die kostenlose Familienversicherung in der GKV ist für viele Familien die richtige Wahl, gerade wenn das Budget knapp ist.
Lass uns in einem kostenlosen Erstgespräch gemeinsam durchrechnen, was die PKV in deiner konkreten Situation kosten würde. Dann siehst du schwarz auf weiß, ob die PKV zu deiner Familie passt oder ob die GKV die bessere Wahl ist.

