Ja, deine PKV zahlt für ein Blutbild. Im Krankheitsfall übernimmt sie die kompletten Laborkosten nach der Gebührenordnung, sobald dein Arzt die Untersuchung wegen Beschwerden oder zur Diagnose anordnet.
Der Unterschied zwischen den Tarifen zeigt sich erst bei der Vorsorge, also wenn du ganz ohne Beschwerden wissen willst, wie es um deine Werte steht.
Genau an diesem Punkt trennt sich ein starker von einem schwachen Tarif, und genau dort liegt auch der größte Abstand zur gesetzlichen Kasse.
Was kostet ein Blutbild als Privatpatient nach GOÄ?
Als Privatpatient rechnet dein Arzt die Blutuntersuchung über die Gebührenordnung für Ärzte ab, kurz GOÄ. Jeder einzelne Laborwert hat dort eine eigene Ziffer und einen festen Preis.
Die einzelnen Werte sind erstaunlich günstig, ein komplettes Blutbild kostet meist weniger, als die meisten vermuten.
Welche Steigerungsfaktoren gelten beim Labor?
Bei der GOÄ wird ein Grundpreis mit einem Faktor multipliziert. Für persönliche ärztliche Leistungen wie ein Beratungsgespräch ist bis zum 3,5-fachen Satz möglich, beim Labor dagegen nur ein deutlich kleinerer Faktor.
Üblich ist der 1,15-fache Satz, höchstens der 1,3-fache, und das auch nur bei besonders aufwendigen Untersuchungen. Deshalb bleiben die reinen Laborkosten niedrig: Während dein Arzt das Gespräch mit dem 2,3-fachen Satz abrechnet, wird das Blutbild selbst höchstens mit dem 1,3-fachen Satz vergütet.
Sieh dir die wichtigsten Werte mit ihrem Preis beim 1,15-fachen Satz an:
| Laborwert | GOÄ-Ziffer | Preis (1,15-fach) |
|---|---|---|
| kleines Blutbild | 3550 | 4,02 € |
| großes Blutbild (mit Differenzialblutbild) | 3550 + 3551 | 5,36 € |
| Nüchternglukose | 3560 | 2,68 € |
| HbA1c (Langzeitblutzucker) | 3561 | 13,41 € |
| Cholesterin gesamt | 3562 | 2,68 € |
| LDL-Cholesterin | 3564 | 2,68 € |
| HDL-Cholesterin | 3663 | 2,68 € |
| Triglyceride | 3565 | 2,68 € |
| Gamma-GT (Leber) | 3592 | 2,68 € |
| GPT (Leber) | 3595 | 2,68 € |
| Kreatinin (Niere) | 3585 | 2,68 € |
| TSH (Schilddrüse) | 4030 | 16,76 € |
| Ferritin (Eisenspeicher) | 3742 | 16,76 € |
| Vitamin D | 4138 | 32,17 € |
| Vitamin B12 | 4140 | 16,76 € |
| PSA (Prostatawert) | 3908 | 20,11 € |
| venöse Blutentnahme | 250 | 4,20 € |
| ärztliche Beratung | 1 | 10,72 € |
Was kostet ein kleines, mittleres und großes Blutbild?
Wie viel am Ende auf der Rechnung steht, hängt davon ab, wie viele Werte bestimmt werden. Rechnen wir drei typische Profile durch, wie sie beim Hausarzt oder Internisten zusammenkommen:
| Profil | Was enthalten ist | ungefähre Kosten |
|---|---|---|
| kleines Profil | kleines Blutbild, Blutfette, Blutzucker, ein Leberwert, Nierenwert, Urin, Beratung, Blutentnahme | 40 bis 45 € |
| erweitertes Profil (ab 35 Jahren) | zusätzlich großes Blutbild, HbA1c, Leberwerte, TSH, Ferritin | 100 bis 115 € |
| Premium-Vorsorgeprofil | zusätzlich Vitamin D, Vitamin B12, PSA, dazu oft EKG oder Ultraschall | 150 bis 200 € reines Labor, mit Arztleistungen 250 bis 500 € |
Selbst das größte Blutbild bleibt also überschaubar. Die eigentliche Frage ist nicht, ob du dir das leisten kannst, sondern wer am Ende dafür aufkommt. Eine ausführliche Aufschlüsselung findest du auch im Beitrag zu den Kosten eines Blutbilds.
Wann zahlt die PKV für ein Blutbild?
Die PKV erstattet jede medizinisch notwendige Heilbehandlung.
Sobald dein Arzt ein Blutbild wegen Beschwerden, zur Diagnose oder zur Therapiekontrolle anordnet und das in der Rechnung erkennbar macht, zahlt die PKV vollständig, unabhängig vom Tarif und bis zum vereinbarten GOÄ-Satz.
Welche Werte bestimmt werden, entscheidet dein Arzt. Erstattet werden zum Beispiel:
- ein großes Blutbild bei Verdacht auf Blutarmut, Infektion oder Immunschwäche
- TSH bei Verdacht auf eine Schilddrüsenfehlfunktion
- Ferritin bei Verdacht auf Eisenmangel oder anhaltende Müdigkeit
- Vitamin D bei Osteoporose-Risiko oder wiederkehrenden Infekten
- Entzündungswerte wie CRP und das Differenzialblutbild bei Entzündungen
- Tumormarker bei einer onkologischen Fragestellung
Im Krankheitsfall stellt sich die Tariffrage also gar nicht. Der Unterschied zwischen den Tarifen entsteht ausschließlich bei der Vorsorge, also bei Blutuntersuchungen ohne akuten Anlass.
Wann zahlt die PKV nicht für ein Blutbild?
Eng wird es immer dann, wenn keine medizinische Notwendigkeit vorliegt und dein Tarif die Vorsorge nicht abdeckt. Ein Blutbild auf reinen Wunsch, ohne Beschwerden und ohne ärztliche Begründung, gilt als individuelle Gesundheitsleistung.
Ob es erstattet wird, hängt dann allein vom Tarif ab, bei schwachen Tarifen bleibst du oft auf den Kosten sitzen. Erweiterte Vorsorgewerte über das gesetzliche Programm hinaus zahlt ein Einsteigertarif in der Regel ebenfalls nicht.
Manche Untersuchungen erstattet übrigens weder die gesetzliche noch die private Kasse:
- vorhersagende Gentests ohne Symptome oder Krankheitsverdacht
- Laborwerte für private oder dienstliche Zwecke, etwa für eine Flugtauglichkeit
- Bluttests aus dem Fitness- oder Wellnessbereich
Was bekommen Kassenpatienten beim Blutbild erstattet?
Gesetzlich Versicherte haben Anspruch auf einen Gesundheits-Check-up, zwischen 18 und 34 Jahren einmalig, ab 35 dann alle drei Jahre.
Beim Blut werden dabei aber nur die Blutfette und der Blutzucker bestimmt, dazu ein Urinstreifen und einmalig ab 35 ein Hepatitis-Screening. Was viele unter dem Begriff Blutbild verstehen, also großes Blutbild, Leberwerte, Schilddrüse und Vitamine, ist in der Vorsorge keine Kassenleistung.
Wirf einen Blick darauf, was im gesetzlichen Check-up steckt und was nicht:
| Laborwert | im Check-up enthalten |
|---|---|
| Blutzucker (Nüchternglukose) | ja |
| Gesamtcholesterin | ja |
| LDL-Cholesterin | ja |
| HDL-Cholesterin | ja |
| Triglyceride | ja |
| Urinstreifen | ja |
| Hepatitis B und C | einmalig ab 35 Jahren |
| kleines Blutbild | nein |
| großes Blutbild | nein |
| Leberwerte (GOT, GPT, Gamma-GT) | nein |
| Nierenwerte (Kreatinin) | nein |
| TSH (Schilddrüse) | nein |
| Ferritin | nein |
| HbA1c | nein |
| Vitamin D | nein |
| Vitamin B12 | nein |
| PSA (Prostatawert) | nein |
Im Krankheitsfall zahlt die gesetzliche Kasse natürlich auch umfangreichere Werte, etwa TSH bei Verdacht auf eine Schilddrüsenerkrankung oder Ferritin bei Verdacht auf Eisenmangel. Welche Untersuchungen die Kasse in der Vorsorge übernimmt, liest du im Beitrag welche Vorsorgeuntersuchungen die Krankenkasse zahlt.
Was kostet GKV-Patienten ein erweitertes Blutbild als IGeL?
Wer als gesetzlich Versicherter mehr wissen will, zahlt die zusätzlichen Werte selbst, als individuelle Gesundheitsleistung. Abgerechnet wird dann mit dem 1,0-fachen GOÄ-Satz:
| Profil | Was enthalten ist | Preis als IGeL |
|---|---|---|
| kleines Laborprofil | kleines Blutbild, Cholesterin, HDL und LDL, Gamma-GT, Harnsäure, Kreatinin | 25 € |
| mittleres Laborprofil | kleines Blutbild, Blutsenkung, großes Screeningprofil | 45 € |
| großes Laborprofil | großes Blutbild, Blutsenkung, Screeningprofil, TSH, HbA1c, Eiweißanalyse | 60 € |
Dazu kommen noch das Arztgespräch und die Blutentnahme. Ein vollständiges Check-up mit erweitertem Labor liegt für Kassenpatienten daher schnell bei 80 bis 150 Euro, jedes Mal aus eigener Tasche.
Wie groß ist der Unterschied zwischen Einsteiger- und Premiumtarifen in der PKV bei Blutuntersuchungen?
Im Krankheitsfall gibt es keinen Unterschied, jeder Tarif zahlt voll. Bei der Vorsorge dagegen liegen Welten zwischen einem Einsteiger- und einem Premiumtarif. Grob lassen sich drei Stufen unterscheiden:
- Einsteigertarife erstatten nur die gesetzlich definierten Vorsorgeprogramme, beim Check-up also nur Blutfette und Blutzucker, alle drei Jahre ab 35.
- Mitteltarife übernehmen zusätzlich weitere Werte, allerdings nur die, die auf einer festen Liste des Versicherers stehen.
- Premiumtarife haben einen offenen Vorsorge-Katalog ohne feste Liste und ohne starre Intervalle, dein Arzt entscheidet, was sinnvoll ist.
Was das bedeutet, wird an zwei echten Tarifen greifbar, einem Einsteiger und einem Premiumtarif.
Was leistet ein Einsteigertarif wie der KVS1?
Der HanseMerkur KVS1 ist ein günstiger Einsteigertarif. Bei der Vorsorge erstattet er nur die gesetzlich vorgesehenen Programme, also Blutfette und Blutzucker, und das nur alle drei Jahre ab 35. Ein großes Blutbild, TSH, Ferritin oder Vitamin D als reine Vorsorge sind nicht abgedeckt.
Dazu kommen mehrere Stolpersteine:
- Der Selbstbehalt von 500 Euro im Jahr gilt auch für die Vorsorge. Eine Blutbild-Rechnung von rund 40 Euro wird darauf angerechnet, du bekommst also nichts zurück, solange der Selbstbehalt nicht ausgeschöpft ist.
- Es gilt ein striktes Primärarztprinzip. Gehst du ohne Überweisung direkt zum Facharzt, droht eine dauerhafte Kürzung auf 80 Prozent. Mehr dazu im Beitrag zum Primärarztprinzip.
- Reichst du eine Vorsorgerechnung ein, entfällt die Beitragsrückerstattung. Viele verzichten deshalb ganz auf die Vorsorge.
Es gibt einen Zusatzbaustein, der für rund 22 Euro im Monat einen jährlichen Bluttest zur Krebsvorsorge ergänzt. Das eigentliche Problem beim klassischen Blutbild, die starre Intervallgrenze, löst er aber nicht.
Was leistet ein Premiumtarif wie der AM10?
Der SDK AM10 ist einer der stärksten ambulanten Tarife am Markt. Er hat einen offenen Vorsorge-Katalog, ganz ohne feste Parameterliste und ohne gesetzliches Intervall.
Das wirkt sich beim Blutbild deutlich aus:
- Großes Blutbild, TSH, Ferritin, Vitamin D, Vitamin B12 und der PSA-Test sind auch als reine Vorsorge erstattungsfähig.
- Du kannst die Werte jährlich prüfen lassen, eine Wartefrist von drei Jahren gibt es nicht.
- Bis zu 500 Euro für Vorsorge und Schutzimpfungen pro Jahr werden weder auf den Selbstbehalt angerechnet noch gefährden sie die Beitragsrückerstattung.
- Ein Primärarztprinzip gibt es nicht, du darfst direkt zum Facharzt, und auch Rechnungen über den GOÄ-Höchstsätzen werden erstattet.
Stell die beiden Tarife direkt nebeneinander, dann siehst du den Abstand sofort:
| Leistung | HanseMerkur KVS1 | SDK AM10 |
|---|---|---|
| Labor im Krankheitsfall | bis 1,3-facher GOÄ-Satz | auch über die GOÄ-Höchstsätze hinaus |
| Blutbild als Vorsorge | nur Blutfette und Blutzucker | alle Werte ohne Listenbeschränkung |
| Intervall der Vorsorge | nur alle 3 Jahre ab 35 | kein Intervallzwang, jährlich möglich |
| TSH, Ferritin, Vitamin D als Vorsorge | nein | ja |
| großes Blutbild als Vorsorge | nein | ja |
| Selbstbehalt auf Vorsorge | ja, 500 € pro Jahr | nein, bis 500 € frei |
| Beitragsrückerstattung bei Vorsorge | entfällt | kein Verlust bis 500 € pro Jahr |
| Primärarztprinzip | ja, mit dauerhafter Kürzungsgefahr | nein |
Wie viel macht das über 10 Jahre aus?
Nimm eine 40-jährige Frau, die einmal im Jahr ein umfangreiches Blutbild für rund 125 Euro machen lässt, mit großem Blutbild, TSH, Ferritin und Vitamin D. Rechnen wir das für beide Tarife über zehn Jahre durch:
| Tarif | Erstattung pro Jahr | Eigenanteil über 10 Jahre |
|---|---|---|
| HanseMerkur KVS1 | im besten Fall 15 bis 20 € | ca. 800 bis 1.000 € |
| SDK AM10 | volle 125 € | 0 € |
Beim KVS1 werden in einem Zwischenjahr ohne Check-up-Anspruch meist nur die gesetzlichen Werte anerkannt, der Rest läuft über den Selbstbehalt und gefährdet die Beitragsrückerstattung. Beim AM10 sind die kompletten 125 Euro erstattungsfähig, ohne Abzug und ohne Nachteil.
Über zehn bis zwanzig Jahre summiert sich der Vorteil eines starken Tarifs auf 1.000 bis 2.000 Euro, und dazu kommt der gesundheitliche Wert, Veränderungen früh zu erkennen.
Zahlt die PKV für Vitamin D, TSH und Ferritin?
Das kommt darauf an, ob es um einen Krankheitsfall oder um Vorsorge geht. Hat dein Arzt einen Verdacht, etwa anhaltende Müdigkeit, Gewichtsveränderung oder ein Osteoporose-Risiko, und dokumentiert das, zahlt die PKV diese Werte immer.
Als reine Vorsorge ohne Beschwerden werden sie nur von Tarifen mit offenem Katalog wie dem AM10 übernommen, ein Einsteigertarif wie der KVS1 zahlt sie nicht, und die gesetzliche Kasse führt sie als Selbstzahlerleistung.
Vergleiche, wer welche Werte zur Vorsorge übernimmt:
| Laborwert zur Vorsorge | GKV | PKV Einsteiger | PKV Premium |
|---|---|---|---|
| kleines Blutbild | nein | nein | ja |
| Blutfette (Cholesterin, LDL, HDL) | alle 3 Jahre ab 35 | alle 3 Jahre ab 35 | jährlich möglich |
| Blutzucker | alle 3 Jahre ab 35 | alle 3 Jahre ab 35 | jährlich möglich |
| HbA1c | nein | nein | ja |
| Leberwerte | nein | nein | ja |
| Nierenwerte | nein | nein | ja |
| TSH (Schilddrüse) | nein | nein | ja |
| Ferritin | nein | nein | ja |
| Vitamin D | nein | nein | ja |
| Hepatitis B und C | einmalig ab 35 | ja | ja |
| PSA (Männer) | nein | tarifabhängig | ja |
Du siehst: Beim Einsteigertarif sieht das Vorsorgebild fast genauso aus wie in der gesetzlichen Kasse. Den vollen Vorteil bringt erst ein Premiumtarif.
Welche Fehler kosten dich die Erstattung eines Blutbilds in der PKV?
Selbst bei einem guten Tarif kannst du dir die Erstattung durch Kleinigkeiten verbauen. Achte auf diese typischen Fehler:
- Du reichst nur die Arztrechnung ein und vergisst die separate Laborrechnung. Wertet ein externes Labor dein Blut aus, schickt es dir eine eigene Rechnung, die genauso zur PKV muss.
- Du gehst bei einem Tarif mit Primärarztprinzip ohne Überweisung direkt zum Facharzt und kassierst eine dauerhafte Kürzung.
- Du reichst die Vorsorge in einem Jahr ein, in dem dein Tarif sie noch nicht vorsieht, etwa weil er nur alle drei Jahre zahlt.
- Du reichst eine kleine Vorsorgerechnung ein und verlierst dadurch eine Beitragsrückerstattung, die höher ist als die Erstattung selbst.
- Die medizinische Notwendigkeit steht nicht in der Rechnung, sodass aus einem Krankheitsfall eine reine Wunschleistung wird.
Ob ein Selbstbehalt für dich sinnvoll ist oder eher bremst, hängt stark vom Tarif ab. Eine Einordnung dazu gibt der Beitrag zur Selbstbeteiligung in der PKV.
Welche PKV-Tarife sind beim Blutbild besonders stark?
Mehrere moderne Tarife gehen beim Vorsorge-Blutbild deutlich nach vorn. Wirf einen Blick auf vier starke Beispiele und ihre Regelung:
| Tarif | Regelung beim Vorsorge-Blutbild |
|---|---|
| SDK AM10 | offener Katalog, alle Werte, bis 500 € pro Jahr ohne Selbstbehalt und ohne Verlust der Beitragsrückerstattung |
| Allianz MeinGesundheitsschutz Best | eigenes Vorsorgeprogramm mit Höchstbeträgen, Herz-Kreislauf-Check bis 550 €, Niere bis 110 €, Hepatitis bis 110 €, ohne Anrechnung auf Selbstbehalt oder Rückerstattung |
| Hallesche NK.select | Vorsorge zu 100 %, bis 750 € pro Jahr nicht als Leistung gewertet, ohne Nachteil bei Selbstbehalt und Rückerstattung |
| SDK Vorsorge-Zusatztarif | offener Vorsorgekatalog, sogar für gesetzlich Versicherte abschließbar, damit TSH, Ferritin und Vitamin D erstattungsfähig |
Der letzte Punkt ist auch für dich interessant, falls du gesetzlich versichert bist und dir trotzdem einmal im Jahr ein vollständiges Blutbild wünschst.
Worauf solltest du bei der Tarifwahl achten?
Wie ein Tarif beim Blutbild leistet, ist ein guter Gradmesser für seine Gesamtqualität. Wer bei der Vorsorge knausert, ist meist auch in anderen Bereichen schwach aufgestellt.
Worauf es ankommt, lässt sich gut zusammenfassen:
- ein offener Vorsorge-Katalog ohne feste Parameterliste
- kein starres Intervall, damit du jährlich prüfen lassen kannst
- Vorsorge ohne Anrechnung auf den Selbstbehalt und ohne Verlust der Beitragsrückerstattung
- kein Primärarztprinzip mit Kürzungsgefahr
- hohe GOÄ-Sätze, auch für das Labor
Welcher Tarif am Ende zu dir passt, hängt aber immer von deiner persönlichen Situation ab, von deinem Alter, deinen Vorerkrankungen und davon, wie viel Vorsorge du nutzen willst. Genau das schaue ich mir gern gemeinsam mit dir an, in Ruhe und ohne dass du dich durch Bedingungswerke kämpfen musst.
So findest du einen Tarif, der nicht nur beim Blutbild, sondern in der ganzen Breite zu dir passt. Warum der Wechsel in die PKV grundsätzlich eine Leistungsfrage sein sollte, liest du im verlinkten Beitrag, und wie groß die Leistungsunterschiede insgesamt sind, zeigt der Leistungsvergleich von GKV und PKV.
FAQ
Ein umfangreiches Blutbild mit allen wichtigen Werten kostet als Privatpatient nach der Gebührenordnung rund 100 bis 150 Euro reines Labor. Kommen Vitamin D, Vitamin B12, der PSA-Wert und noch ein EKG oder Ultraschall dazu, erreicht die Gesamtrechnung 250 bis 500 Euro. Die einzelnen Werte sind günstig, erst die Menge macht den Preis.
Eine kleine Standarduntersuchung mit kleinem Blutbild, Blutfetten, Blutzucker sowie einem Leber- und Nierenwert kostet beim Hausarzt rund 40 bis 45 Euro. Ein erweitertes Profil ab 35 Jahren mit großem Blutbild, HbA1c, TSH und Ferritin liegt bei etwa 100 bis 115 Euro. Dazu kommen Beratung und Blutentnahme.
Das große Blutbild allein kostet nach der Gebührenordnung beim üblichen Satz nur etwa 5,36 Euro. Teuer wird es erst durch die Zusatzwerte. Ein vollständiges großes Laborprofil als Selbstzahler liegt meist zwischen 60 Euro als gesetzlich Versicherter und rund 115 Euro als Privatpatient mit erweitertem Profil, jeweils samt Beratung und Blutentnahme.
In der Vorsorge nicht. Ein großes Blutbild ohne Beschwerden übernimmt weder die gesetzliche Kasse noch ein Einsteigertarif der PKV, du zahlst es als Selbstzahlerleistung. Kostenlos ist es nur im Krankheitsfall: Begründet dein Arzt die Untersuchung medizinisch, übernimmt die gesetzliche Kasse oder deine PKV die Kosten vollständig.
Im Krankheitsfall ja, vollständig. In der Vorsorge zahlt die gesetzliche Kasse beim Check-up aber nur Blutfette und Blutzucker, während großes Blutbild, Leberwerte, Schilddrüse und Vitamine Selbstzahlerleistungen sind. Eine private Kasse erstattet je nach Tarif deutlich mehr, ein guter Tarif sogar das komplette Vorsorge-Blutbild.
Bei Beschwerden so oft, wie es medizinisch nötig ist. In der Vorsorge zahlt die gesetzliche Kasse den Gesundheits-Check-up zwischen 18 und 34 Jahren einmalig und ab 35 alle drei Jahre. Ein Einsteigertarif der PKV hält sich an dasselbe Intervall, ein Premiumtarif erlaubt das Vorsorge-Blutbild dagegen jedes Jahr.
