PKV-Beitrag im Alter: Rechner für Selbstständige

Als Selbstständiger trägst du deinen PKV-Beitrag vollständig selbst – auch im Rentenalter. Drei gesetzlich verankerte Entlastungseffekte greifen beim Renteneintritt automatisch und senken deinen Eigenanteil spürbar.
Bild zeigt Marcus Knispel sitzend im schwarzen Anzug / PKV-Berater aus Duisburg für Geschäftsführer & Top-Verdiener
zuletzt aktualisiert: 30. Mai 2026

Jetzt kostenlos zur PKV
beraten lassen.

*als Arbeitnehmer nur über 77.400€ Bruttogehalt (p.a.)

Inhaltsverzeichnis:

Als Selbstständiger trägst du deinen PKV-Beitrag vollständig selbst, heute und im Rentenalter.

Gleichzeitig greifen beim Renteneintritt drei gesetzlich verankerte Entlastungseffekte automatisch, die deinen Eigenanteil spürbar senken. Wer zusätzlich früh einen Beitragsentlastungstarif abgeschlossen hat, kann seinen Beitrag im Alter auf einen Bruchteil des heutigen Aktivbeitrags drücken.

Wie hoch dein Eigenanteil am Ende tatsächlich ist, hängt davon ab, welchen Tarif du heute hast, welche Einkünfte im Alter fließen, ob du einen Entlastungstarif besitzt und ob du jemals freiwillig in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt hast.

Der Rechner unten bringt all das zusammen, projiziert deinen PKV-Beitrag bis ins hohe Alter und stellt ihn dem GKV-Vergleich gegenüber.

Person
Heutiges Alter
J.
Rentenalter
J.
PKV heute (monatlich)
PKV Krankenbeitrag (nur KV, ohne PPV & KTG)
Private Pflege (PPV)
Krankentagegeld (KTG)
Beitragsentlastungstarif
Wirkt ab Alter
J.
Entlastung / Monat
0 = kein Entlastungstarif abgeschlossen Gesetzliche Rentenversicherung
Voraussichtliche Rente aus GRV
Den Betrag findest du in deiner aktuellen Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung (DRV) unter „Voraussichtliche Altersrente". Dort sind zwei Werte angegeben: bei gleichbleibendem Einkommen und bei Rentenerhöhung. Trage den niedrigeren Wert ein.
0 = keine GRV-Rente / nicht einzahlen
Prognose-Parameter
Steigerungsrate Preset
PKV Steigerung p.a.
%
Optionen
Kinderlos (PPV-Zuschlag +0,6 %)
Marcus
Marcus Knispel PKV-Experte
Als Selbstständiger trägst du deinen PKV-Beitrag vollständig selbst. Gib deine Daten links ein und ich zeige dir, wie sich dein Beitrag im Alter entwickelt.
PKV ohne GRV-Zuschuss
PKV mit GRV-Zuschuss
Wegfall KTG ab Rente
Wegfall 10%-Zuschlag ab 60
Entlastungstarif ab Alter
KV-Anteil ab Rente
Alter KV PPV KTG PKV ohne Zuschuss GRV-Zuschuss PKV mit Zuschuss Status
Marcus
Marcus Knispel PKV-Experte

Wie berechne ich meinen PKV-Beitrag im Alter mit dem Rechner?

Der Rechner fragt dich nach sieben Blöcken von Daten.

Du brauchst keinen Taschenrechner und musst nichts auswendig wissen. Am Ende bekommst du eine Prognose, die dir zeigt, wie sich dein Beitrag entwickelt, was er im Rentenalter kostet und wie das im Vergleich zur GKV als freiwillig Versicherter aussieht.

Alter und Rentenalter: Zwei Zahlen, die den Zeitpunkt aller Entlastungen steuern

Trag dein heutiges Alter und dein geplantes Rentenalter ein.

Der Rechner berechnet dann alle Entlastungseffekte zum richtigen Zeitpunkt: den Wegfall des 10-Prozent-Zuschlags ab dem 60. Geburtstag und den Wegfall des Krankentagegelds ab Rentenbeginn.

Beitrag in drei Teile splitten: Pflege und KTG werden separat gerechnet

Hier trennst du deinen PKV-Gesamtbeitrag in drei Teile:

  • den reinen Krankenbeitrag,
  • die private Pflegepflichtversicherung,
  • und das Krankentagegeld.

Diese Trennung ist wichtig, weil der Rechner jeden Teil unterschiedlich behandelt. Das Krankentagegeld fällt mit Rentenbeginn weg. Der DRV-Zuschuss gilt ausschließlich für den Krankenbeitrag, nicht für die Pflege. Wer den Gesamtbeitrag einfach zusammenwirft, rechnet falsch.

Schau in deinen Versicherungsschein oder in den letzten Beitragsbescheid deines Versicherers. Dort sind alle drei Positionen separat ausgewiesen.

Hast du einen Entlastungstarif? Hier siehst du, was er dir im Alter bringt

Hast du einen Beitragsentlastungstarif abgeschlossen, trägst du hier ein, ab welchem Alter er wirkt und wie viel er monatlich bringt. Wer noch keinen hat, lässt das Feld auf 0 und sieht, was das für den späteren Eigenanteil bedeutet.

Mieteinnahmen und Versorgungswerk: Genau hier schlägt der GKV-Nachteil zu

Hier trägst du ein, mit welchen Einkünften du im Alter rechnest:

  • gesetzliche Rente,
  • Versorgungswerks- oder Betriebsrente,
  • Mieteinnahmen,
  • und Kapitalerträge.

Diese Angaben sind vor allem für den GKV-Vergleich entscheidend.

Als freiwillig versicherter Rentner in der GKV zahlst du auf alle diese Einkünfte den vollen Beitragssatz nach § 240 SGB V. In der PKV ist dein Beitrag einkommensunabhängig.

Je mehr Mieteinnahmen und Kapitalerträge du hast, desto stärker zeigt sich der Vorteil der PKV.

Historisch belegte Steigerungsraten: 20-Jahres-Ø oder 10-Jahres-Ø wählen

Du kannst zwischen zwei historisch belegten Szenarien wählen: dem 20-Jahres-Durchschnitt (PKV plus 3,1 Prozent pro Jahr, GKV plus 3,8 Prozent) und dem 10-Jahres-Durchschnitt (PKV plus 3,9 Prozent, GKV plus 4,1 Prozent).

Beide Werte stammen aus öffentlich belegten Primärquellen. Du kannst die Werte auch manuell anpassen, wenn du mit anderen Annahmen rechnen möchtest.

DRV-Zuschuss: Nur einrechnen, wenn du auch wirklich eine gesetzliche Rente beziehst

Nur wenn du eine gesetzliche Rente von der Deutschen Rentenversicherung beziehst, hast du Anspruch auf den Rentenzuschuss nach § 106 SGB VI. Dieser beträgt für 2026 genau 8,75 Prozent deiner DRV-Bruttorente.

Hast du die gesetzliche Rente eingegeben und die Checkbox aktiviert, rechnet der Rechner den Zuschuss automatisch auf deinen Nettobeitrag an.

Wer als Selbstständiger nie in die DRV eingezahlt hat, lässt die Checkbox deaktiviert. Wer mindestens fünf Jahre freiwillige Beiträge geleistet hat, kann den Zuschuss einrechnen.

Sechs Kennzahlen und eine Alterszeile: So liest du die Ergebnisse richtig

Nach dem Klick auf „Berechnen“ erscheinen sechs Kennzahlen oben und eine Tabelle mit den wichtigsten Alters-Fixpunkten: 60 Jahre, Rentenbeginn, Rentenbeginn plus drei Jahre, 70, 75, 80 und 85.

Die sechs Kennzahlen teilen sich in zwei Reihen:

  • PKV brutto im Rentenalter: dein Beitrag nach Wegfall des Krankentagegelds und des 10-Prozent-Zuschlags, aber vor DRV-Zuschuss.
  • PKV netto im Rentenalter: dein tatsächlicher Eigenanteil nach allen Entlastungen.
  • GKV freiwillig im Rentenalter: was dich die GKV bei deinen Alterseinkünften kosten würde.
  • Wegfall KTG: wie viel du durch den Wegfall des Krankentagegelds ab Rentenbeginn sparst.
  • Wegfall 10%-Zuschlag: wie viel du ab dem 60. Geburtstag sofort weniger zahlst.
  • DRV-Zuschuss: wie viel die Deutsche Rentenversicherung monatlich beisteuert, falls du eine gesetzliche Rente beziehst und den Zuschuss aktiviert hast.

In der Tabelle siehst du für jedes Alter, ob PKV oder GKV günstiger liegt.

Die vorletzte Spalte zeigt die Differenz. In den meisten Szenarien mit Mieteinnahmen und Versorgungswerksrente liegt die PKV klar vorne, weil die GKV auf alle diese Einkünfte vollen Beitrag rechnet.

Du willst in die PKV?
Dann mach's richtig.
Marcus Knispel ist auf dem Bild / PKV Berater für Top-Verdiener
Marcus Knispel
PKV-Berater für Top-Verdiener

FAQ

Eine pauschale Obergrenze gibt es nicht, weil dein Beitrag vom gewählten Tarif und von der Steigerungsrate abhängt. Historisch stieg die PKV über 20 Jahre um durchschnittlich 3,1 Prozent pro Jahr. Ohne Beitragsentlastungstarif liegt dein Eigenanteil im Alter deutlich höher als mit. Drei gesetzliche Entlastungen senken ihn ab dem 60. Geburtstag und ab Rentenbeginn.

Im Alter greifen mehrere Entlastungen. Ab dem 60. Geburtstag entfällt der gesetzliche 10-Prozent-Zuschlag, mit Rentenbeginn fällt das Krankentagegeld weg. Beziehst du eine gesetzliche Rente, zahlt die Deutsche Rentenversicherung einen Zuschuss von 8,75 Prozent deiner Bruttorente (Stand 2026). Ein früh abgeschlossener Beitragsentlastungstarif senkt den Beitrag zusätzlich.

Das hängt von deinem Tarif, deinen Alterseinkünften und einem etwaigen Entlastungstarif ab. Mit dem Rechner oben projizierst du deinen Beitrag bis ins Alter von 85 Jahren. Nach Wegfall des Krankentagegelds, dem Wegfall des 10-Prozent-Zuschlags ab 60 und dem DRV-Zuschuss liegt dein Nettobeitrag oft deutlich unter dem Bruttobeitrag.

Steigende PKV-Beiträge entstehen durch allgemeine Kostensteigerungen im Gesundheitswesen, dein Alter allein löst keine Erhöhung aus. Über 20 Jahre lag die PKV im Schnitt bei 3,1 Prozent pro Jahr, über zehn Jahre bei 3,9 Prozent. Ab dem 60. Geburtstag und ab Rentenbeginn sinkt dein Eigenanteil zugleich durch den Wegfall von Zuschlag und Krankentagegeld.

Zuerst lohnt der interne Tarifwechsel nach § 204 VVG: Du behältst deine Altersrückstellungen vollständig und brauchst keine erneute Gesundheitsprüfung, solange du keine Mehrleistungen verlangst. Daneben senken die gesetzlichen Entlastungen ab 60 und ab Rentenbeginn den Beitrag. Als letzte Möglichkeit gibt es den leistungsschwächeren Basistarif.

Bild zeigt Marcus Knispel sitzend im schwarzen Anzug / PKV-Berater aus Duisburg für Geschäftsführer & Top-Verdiener
Marcus Knispel
Geschäftsführer | Versicherungsmakler (§ 34d GewO)
Über den Autor

Marcus Knispel ist seit über 25 Jahren in der Versicherungsbranche tätig und seit 2012 als ungebundener, nach § 34d GewO zugelassener Versicherungsmakler mit klarer Spezialisierung auf die private Krankenversicherung für Top-Verdiener, Unternehmer und Geschäftsführer aktiv. Er berät ausschließlich im Mandanteninteresse und unterstützt zusätzlich rund 100 Maklerkolleginnen und -kollegen bei komplexen PKV-Fragestellungen und der vollständigen Beratung ihrer Kunden.

Seine fachliche Grundlage bilden unter anderem Abschlüsse als Versicherungsfachmann (BWV) sowie als zertifizierter Fondsberater (EAFP) an der Europäischen Akademie für Finanzplanung, ergänzt um zahlreiche Spezialisierungen zu Tarifwechselrecht nach VVG § 204, Gesundheitsprüfung, Risikozuschlägen und Beitragsentlastung im Alter. Marcus bildet sich laufend über renommierte Branchenanbieter wie die Deutsche Makler Akademie weiter und verbindet so aktuelle PKV-Produktkenntnis mit langjähriger Praxiserfahrung aus der Beratung von Angestellten, Selbstständigen, Geschäftsführern und C-Level-Entscheidern.

Als Handelsmakler ist Marcus heute bei von Buddenbrock Concepts in Essen angebunden und steht für eine verständliche, transparente und zahlenbasierte PKV-Beratung, bei der Hochleistungstarife und eine stabile Beitragsentwicklung im Alter im Mittelpunkt stehen. In seinen Fachartikeln und Auftritten als PKV-Experte legt er großen Wert auf Aufklärung, klare Sprache und eine saubere Herleitung seiner Empfehlungen, damit Leser und Mandanten fundierte Entscheidungen zur privaten Krankenversicherung treffen können.