Wie hoch ist die freiwillige Krankenversicherung der TK?

Die Techniker Krankenkasse kostet freiwillig Versicherte 2026 zwischen 283 und 1.249 Euro monatlich.
Bild zeigt Marcus Knispel sitzend im schwarzen Anzug / PKV-Berater aus Duisburg für Geschäftsführer & Top-Verdiener
zuletzt aktualisiert: 19. Mai 2026

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*als Arbeitnehmer nur über 77.400€ Bruttogehalt (p.a.)

Inhaltsverzeichnis:

Mit über 12 Millionen Versicherten ist die Techniker Krankenkasse (TK) die größte gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland. Die freiwillige Mitgliedschaft kostet in 2026 ab 283 Euro im Monat und beim Höchstbeitrag 1.249 Euro.

Was du wirklich zahlst, hängt von deinem Einkommen ab, davon ob du Kinder hast und welchen Beitragssatz du wählst.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Freiwillig bei der TK versichert ist, wer keine gesetzliche Versicherungspflicht hat: Selbstständige, gut verdienende Angestellte über der Jahresarbeitsentgeltgrenze von 77.400 Euro und Gesellschafter-Geschäftsführer ohne sozialversicherungspflichtiges Anstellungsverhältnis.
  • Selbstständige zahlen bei der TK für 2026 mindestens 283 Euro im Monat, beim Höchsteinkommen 1.249 Euro.
  • Der TK-Zusatzbeitrag für 2026 beträgt 2,69 Prozent und liegt damit unter dem GKV-Durchschnitt von 2,9 Prozent.
  • Die TK bietet das ausgereifteste Bonusprogramm unter den deutschen Kassen und starke Satzungsleistungen wie 120 Euro Osteopathie-Erstattung jährlich.
  • Für gut verdienende Alleinverdiener ohne Vorerkrankungen kann ein PKV-Hochleistungstarif netto günstiger und medizinisch deutlich stärker sein. Der Grund für einen Wechsel sollte aber nie das Sparen sein, sondern bessere Versorgung.

Ob die TK die richtige Wahl ist oder ob ein PKV-Wechsel mehr Sinn macht, lässt sich nur beurteilen, wenn man beide Seiten wirklich versteht. Fangen wir mit den Zahlen an.

Wie hoch ist der Zusatzbeitrag bei der TK?

Der TK-Zusatzbeitrag beträgt für 2026 genau 2,69 Prozent und liegt damit unter dem gesetzlich festgelegten GKV-Durchschnitt von 2,9 Prozent.

Kurz erklärt, was das bedeutet: Alle gesetzlichen Krankenkassen erheben denselben allgemeinen Beitragssatz von 14,6 Prozent. Der Unterschied zwischen ihnen entsteht durch den Zusatzbeitrag, den jede Kasse eigenständig festlegt. Die TK gehört damit zu den günstigeren Kassen bundesweit.

Gegenüber dem Vorjahr ist der TK-Zusatzbeitrag um 0,24 Prozentpunkte gestiegen, von 2,45 auf 2,69 Prozent. Für einen Versicherten am Höchstbeitrag bedeutet das rund 5,52 Euro mehr pro Monat an eigenem Anteil.

In der folgenden Tabelle findest du die aktuellen TK-Beitragssätze:

BeitragskomponenteSatz gesamtArbeitgeberArbeitnehmer
Allgemeiner Beitragssatz KV (mit Krankengeld)14,60%7,30%7,30%
Ermäßigter Beitragssatz KV (ohne Krankengeld)14,00%7,00%7,00%
TK-Zusatzbeitrag für 20262,69%1,345%1,345%
TK-Gesamtbeitragssatz KV17,29%8,645%8,645%
Pflegeversicherung kinderlos4,20%1,80%2,40%
Pflegeversicherung mit 1 Kind3,60%1,80%1,80%
Pflegeversicherung mit 2 Kindern unter 253,35%1,80%1,55%
Pflegeversicherung mit 3 Kindern unter 253,10%1,80%1,30%
Pflegeversicherung mit 4 Kindern unter 252,85%1,80%1,05%
Pflegeversicherung mit 5 oder mehr Kindern2,60%1,80%0,80%

Die Pflegeversicherung ist dabei ein eigenes System. Kinderlose zahlen seit 2023 einen Aufschlag, weil sie statistisch weniger Pflegebedarf finanzieren als Eltern.

Wer Kinder hat, zahlt weniger, und das Staffelmodell gilt für jedes weitere Kind bis zum fünften.

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Marcus Knispel
PKV-Berater für Top-Verdiener

Wie hoch ist die freiwillige Krankenversicherung bei der TK?

Der TK-Mindestbeitrag für Selbstständige liegt für 2026 bei 283 Euro im Monat, der Höchstbeitrag bei 1.249 Euro. Dazwischen gibt es keinen pauschalen Satz, der für alle gilt.

Dein Beitrag richtet sich nach deinem tatsächlichen Einkommen.

Freiwillig versichert in der GKV ist, wer keine gesetzliche Versicherungspflicht hat. Für die meisten ist das einfach zu erklären: Wer selbstständig ist, zahlt immer selbst. Wer als Angestellter mehr als 77.400 Euro im Jahr verdient, hat die Wahl zwischen GKV und PKV und kann freiwillig in der TK bleiben.

Und wer eine eigene GmbH führt und mehr als 50 Prozent der Anteile hält, gilt sozialversicherungsrechtlich als Selbstständiger. Anders als ein normaler Pflichtversicherter werden bei Selbstständigen nicht nur Gehalt oder Gewinn berücksichtigt, sondern alle Einkünfte:

Alles fließt in den Beitrag ein, bis zur Höchstgrenze von 5.812,50 Euro im Monat.

Wie berechne ich meinen GKV-Beitrag bei der TK?

Für 2026 liegt die Beitragsbemessungsgrenze (BBG) bei 5.812,50 Euro im Monat, die Jahresarbeitsentgeltgrenze bei 77.400 Euro im Jahr und die Mindestbemessungsgrundlage für Selbstständige bei 1.318,33 Euro im Monat:

RechengrößeWert für 2026
Beitragsbemessungsgrenze (BBG)5.812,50 Euro/Monat (69.750 Euro/Jahr)
Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG)77.400 Euro/Jahr (6.450 Euro/Monat)
Allgemeiner Beitragssatz (mit Krankengeld)14,6%
Ermäßigter Beitragssatz (ohne Krankengeld)14,0%
TK-Zusatzbeitrag für 20262,69%
Pflegeversicherung kinderlos4,2%
Pflegeversicherung mit Kindern3,6% (1 Kind) bis 2,6% (5+ Kinder)
Mindestbemessungsgrundlage Selbstständige1.318,33 Euro/Monat

Zwei Begriffe sorgen regelmäßig für Verwirrung: Die Jahresarbeitsentgeltgrenze (77.400 Euro pro Jahr) bestimmt, ob du überhaupt in die PKV wechseln kannst. Die Beitragsbemessungsgrenze (5.812,50 Euro pro Monat) bestimmt, ab wann dein GKV-Beitrag aufhört zu steigen.

Wer 120.000 Euro im Jahr verdient, zahlt denselben Beitrag wie jemand mit 72.000 Euro, weil die Deckelung an der BBG greift.

Wie hoch ist der TK-Höchstbeitrag?

Der Höchstbeitrag bei der TK beträgt für 2026 rund 1.249 Euro im Monat, wenn du kinderlos bist und Krankengeld absicherst. Ab einem Einkommen über 5.812,50 Euro im Monat steigt der Beitrag nicht mehr weiter an.

Je nach Situation ergeben sich unterschiedliche Werte:

VersicherungsartTK-Höchstbeitrag/Monat
KV mit Krankengeldanspruch1.004,98 Euro
KV ohne Krankengeldanspruch (ermäßigt)970,12 Euro
Pflegeversicherung kinderlos244,13 Euro
Pflegeversicherung mit 1 Kind209,25 Euro
Pflegeversicherung mit 2 Kindern unter 25194,72 Euro
Pflegeversicherung mit 3 Kindern unter 25180,19 Euro
Gesamthöchstbeitrag mit Krankengeld, kinderlos1.249,11 Euro
Gesamthöchstbeitrag ohne Krankengeld, kinderlos1.214,25 Euro

Den ermäßigten Beitragssatz ohne Krankengeld wählen viele Selbstständige, die zusätzlich eine private Krankentagegeldversicherung abschließen. Das spart rund 35 Euro im Monat, aber wer länger als sechs Wochen krank wird und kein Krankentagegeld hat, steht ohne Einkommen da.

Was kostet die freiwillige TK-Versicherung für Selbstständige?

Selbstständige tragen ihren TK-Beitrag komplett alleine, es gibt keine Arbeitgeberseite, die die Hälfte übernimmt.

Berechnet wird auf Basis des Einkommensteuerbescheids. Liegt das Einkommen unter 1.318,33 Euro im Monat, greift trotzdem die Mindestbemessungsgrundlage.

Was zahlt man bei der TK, wenn man wenig verdient?

Auch wer als Selbstständiger kaum Gewinn macht, zahlt in der freiwilligen GKV jeden Monat mindestens so viel, als hätte er 1.318,33 Euro verdient. Das ist die sogenannte Mindestbemessungsgrundlage, und viele Gründer kennen sie nicht, bis die erste Beitragsrechnung kommt:

Mindestbeitrag TKBetrag/Monat
KV-Mindestbeitrag (17,29%)227,94 Euro
PV-Mindestbeitrag kinderlos (4,2%)55,37 Euro
Gesamtmindestbeitrag283,31 Euro

Wer neu gründet und im ersten Jahr kaum Einnahmen hat, zahlt jeden Monat trotzdem rund 283 Euro.

Wer überhaupt kein Einkommen hat, zum Beispiel freiwillig versicherte Studenten ohne Elterngeldanspruch, zahlt den absoluten TK-Mindestbeitrag von rund 267 Euro im Monat.

Was müssen Selbstständige bei der Beitragsberechnung beachten?

Ganz konkret: Wer als Selbstständiger 40.000 Euro Gewinn hat, 8.000 Euro Mieteinnahmen und 5.000 Euro Dividenden kassiert, zahlt GKV-Beitrag auf alle 53.000 Euro, nicht nur auf den Gewinn.

Das überrascht viele, die aus dem Angestelltendasein kommen und nur Gehalt gewohnt sind.

Wer mit Krankengeldanspruch versichert ist (allgemeiner Beitragssatz, 14,6 Prozent), bekommt ab dem 43. Krankheitstag Geld von der TK, 70 Prozent des beitragspflichtigen Einkommens.

Wer den ermäßigten Satz (14,0 Prozent) wählt, verzichtet darauf. Das spart beim Höchstbeitrag rund 35 Euro im Monat, aber das Risiko bei langer Krankheit liegt dann komplett beim Selbstständigen selbst.

Was gilt für Gesellschafter-Geschäftsführer?

Wer mehr als 50 Prozent der GmbH-Anteile hält, hat keinen Sozialversicherungsschutz in der Rentenversicherung, der Arbeitslosenversicherung oder der Unfallversicherung. Er zahlt seinen TK-Beitrag selbst.

Die GmbH kann einen Zuschuss leisten, das muss aber vorher im Geschäftsführer-Dienstvertrag schriftlich vereinbart worden sein.

Bei Geschäftsführern mit über 50 Prozent Beteiligung ist dieser Zuschuss steuerlich kein Arbeitgeberanteil, sondern steuerpflichtiger Bruttolohn. Wer das nicht beachtet, zahlt bei der nächsten Betriebsprüfung drauf.

Wer weniger als 50 Prozent hält, ist wie ein normaler Angestellter einzustufen. Die GmbH zahlt dann den halben Beitrag steuerfrei.

Vergleich: Freiwillig bei der TK oder PKV-Hochleistungstarif?

Vor dieser Frage stehen viele, die gut verdienen und die Wahl haben. Und hier gilt eine Grundregel: Ein Wechsel in die PKV macht nur Sinn, wenn man bessere Versorgung will, nicht wenn man sparen will. PKV-Tarife sind kein Rabattmodell für die Krankenversicherung. Wer das so betrachtet, trifft früher oder später die falsche Entscheidung.

Fallbeispiel Stefan: Geschäftsführer, TK, 42 Jahre

Stefan ist 42 Jahre alt und führt seine eigene IT-Consulting GmbH, alle Anteile in seiner Hand. Monatliches Geschäftsführergehalt: 10.000 Euro brutto. Freiwillig bei der TK versichert, kinderlos, mit Krankengeldanspruch. Sein Gehalt liegt über der BBG, also gilt der Höchstbeitrag.

Was zahlt Stefan für die TK?

BeitragskomponenteBerechnungBetrag/Monat
KV (17,29%) auf 5.812,50 Euro5.812,50 × 0,17291.004,98 Euro
PV kinderlos (4,2%) auf 5.812,50 Euro5.812,50 × 0,042244,13 Euro
Gesamtbeitrag1.249,11 Euro
GmbH-Zuschuss (vertraglich, steuerpflichtig)maximal möglich613,22 Euro
Stefans Eigenanteil brutto635,89 Euro

Der GmbH-Zuschuss klingt nach Erleichterung, ist aber bei Stefan als beherrschendem GGF steuerpflichtiger Bruttolohn. Er taucht im Lohnkonto auf, erhöht das steuerpflichtige Einkommen, und wird erst in der Einkommensteuererklärung durch den Sonderausgabenabzug der Basisabsicherungsanteile teilweise wieder ausgeglichen.

Bei einem Grenzsteuersatz von 44,31 Prozent liegt die monatliche Steuerersparnis auf den absetzbaren Teil des Gesamtbeitrags bei rund 509 Euro. Netto zahlt Stefan damit rund 740 Euro im Monat für seine TK.

Was bekommt Stefan für 1.249 Euro Gesamtbeitrag?

Den GKV-Standard, mehr nicht. Freiwillig versicherte TK-Mitglieder erhalten denselben Leistungskatalog wie alle anderen GKV-Mitglieder auch.

Im Klartext heißt das:

  • Mehrbettzimmer bei stationärer Behandlung
  • Behandlung durch den diensthabenden Arzt, kein Chefarzt
  • Kontaktlinsen: 0 Euro (unter der 8-Dioptrien-Grenze)
  • LASIK: 0 Euro
  • Podologie: 0 Euro (keine Diabetesdiagnose)
  • Zahnersatz: rund 60 Prozent Regelversorgung, keine Implantate
  • Heilpraktiker: keine Erstattung

Darüber hinaus bietet die TK echte Mehrleistungen durch ihre Satzung, die über den gesetzlichen Standard hinausgehen. Das ist ein entscheidender Unterschied zu schwächeren Kassen:

  • Osteopathie: bis zu 120 Euro pro Jahr
  • Professionelle Zahnreinigung: 40 Euro Zuschuss einmal jährlich
  • Reiseschutzimpfungen: vollständig übernommen
  • Freie Krankenhauswahl bundesweit ohne Mehrkosten
  • Hautkrebsscreening bereits unter 35 Jahren
  • Präventionskurse: bis zu zwei Kurse pro Jahr, bei externen Anbietern bis 150 Euro pro Kurs

Und dann ist da noch das TK-Bonusprogramm. Wer gesund lebt, Vorsorgeuntersuchungen wahrnimmt und Impfungen nachweist, sammelt Punkte und bekommt direkte Barprämien, bis zu 160 Euro im Jahr.

Wer diese Prämien in die TK-Gesundheitsdividende umwandelt, kann damit bis zu 400 Euro im Jahr für Dinge wie Fitnessstudio oder professionelle Zahnreinigung einlösen. Das klingt nach Kontaktlinsenerstattung, ist es aber nicht.

Die Dividende ist eine Prämie, die man sich durch aktive Teilnahme am Programm verdient, kein garantierter Erstattungsanspruch.

Was würde Stefan im PKV-Hochleistungstarif zahlen und bekommen?

Als Vergleich nehmen wir den SDK AM12+S1+Z9. Das ist einer der am besten bewerteten Premiumtarife auf dem deutschen Markt, von Franke und Bornberg mit 90 von 100 Punkten eingestuft.

Gesamtbeitrag für einen 35-Jährigen: 840,12 Euro im Monat, inklusive Pflegepflichtversicherung und Krankentagegeld ab dem 43. Krankheitstag.

Die GmbH darf auch hier einen AG-Zuschuss zahlen, maximal die Hälfte des PKV-Beitrags, begrenzt auf die Hälfte des GKV-Höchstbeitrags. Beim SDK-Tarif ergibt das 420,06 Euro.

Für Stefan als beherrschenden GGF ebenfalls steuerpflichtiger Lohn.

VergleichTKSDK AM12+S1+Z9
Gesamtbeitrag brutto1.249,11 Euro840,12 Euro
GmbH zahlt613,22 Euro420,06 Euro
Stefan zahlt brutto635,89 Euro420,06 Euro
Stefan zahlt netto nach Steuerca. 740 Euroca. 542 Euro
GmbH spart gegenüber TK193,16 Euro/Monat

Netto ist der SDK-Tarif für Stefan rund 198 Euro günstiger pro Monat. Auf das Jahr gerechnet 2.378 Euro weniger aus eigener Tasche. Und weil die GmbH beim SDK-AG-Zuschuss 193 Euro weniger zahlt als beim TK-Anteil, spart sie zusätzlich rund 2.318 Euro an Betriebsausgaben pro Jahr.

Was bekommt Stefan im SDK-Tarif, was die TK nicht liefert?

In der TK gibt es kein Einbettzimmer, keinen Chefarzt, keine Kontaktlinsenerstattung unter 8 Dioptrien und keine LASIK-Übernahme. Im SDK-Tarif ist das alles drin.

Schau dir den Vergleich an:

LeistungsbereichTKSDK AM12+S1+Z9
Zimmer im KrankenhausMehrbettzimmerEinbettzimmer
Behandelnder ArztdiensthabendChefarzt, auch über GOÄ-Höchstsätze
Privatklinikennicht zugänglichvollständig zugänglich
Arzthonorare ambulantEBM-KassensätzeGOÄ über Höchstsätze
Kontaktlinsen (unter 8 dpt)0 Eurobis 1.000 Euro in 3 Jahren
LASIK0 Eurobis 3.000 Euro pro Auge
Podologie ohne Diabetes0 Euro100% der tatsächlichen Kosten
Zahnersatzca. 60% Regelversorgung90% sofort, inkl. Implantate
Heilpraktikerkeineja, anteilig
Osteopathiebis 120 Euro/Jahr100%, unbegrenzt
Psychotherapiekontingentiert100%, ohne Sitzungsbegrenzung
Beitragsrückerstattungbis 300 Euro (Selbstbehalttarif)2 Monatsbeiträge, rund 1.680 Euro
Freie Arztwahleingeschränktvollständig
AuslandsschutzEU (EHIC)weltweit

Wann macht ein Wechsel in die PKV keinen Sinn?

Für Stefan sieht der Vergleich eindeutig aus. Aber der Vergleich gilt eben nur für Stefan. Wer eine andere Lebens- und Einkommenssituation hat, rechnet komplett anders.

Wann ist die TK die bessere Wahl?

Wer eine Familie hat und der Partner zuhause bleibt oder nur wenig verdient, profitiert massiv von der kostenlosen Familienversicherung der GKV. In der PKV zahlt jedes Familienmitglied einen eigenen Beitrag.

Bei einer vierköpfigen Familie mit nicht berufstätiger Partnerin und zwei Kindern kommen schnell 1.100 Euro oder mehr im Monat extra zusammen. Stefan zahlt mit der ganzen Familie bei der TK aktuell (noch) 1.249 Euro. Mit Partner und zwei Kindern in der PKV wären es rund 1.940 Euro, fast 700 Euro mehr jeden Monat.

Wer Vorerkrankungen hat, findet bei der TK keine Hürde. In der PKV kann schon eine behandelte Schilddrüsenerkrankung den Beitrag deutlich erhöhen oder bestimmte Leistungen ausschließen.

Wer als Selbstständiger unregelmäßige Einnahmen hat oder gerade aufbaut, profitiert davon, dass der TK-Beitrag mit dem Einkommen schwankt. In der PKV steht der Beitrag fest, egal wie das Geschäft läuft.

Wer älter ist und noch nicht ausreichend Altersvorsorge aufgebaut hat, sollte sehr sorgfältig prüfen, ob die PKV-Beiträge im Rentenalter noch tragbar sind. Mit einem starken Tarif sind die PKV-Beiträge im Alter jedoch fast immer gut kontrollierbar – ganz im Gegenteil zu den GKV-Beiträgen. Diese steigen im langfristigen Vergleich sogar wesentlich stärker an.

Fazit: „Die TK ist eine der besten GKVs in Deutschland, bleibt aber trotztdem nur GKV-Standard“

Die TK kostet für 2026 mindestens 283 Euro im Monat und beim Höchstbeitrag 1.249 Euro. Man bekommt dafür den gesetzlichen Standardschutz plus die besten Extras, die eine gesetzliche Kasse bietet:

  • Bonusprogramm mit bis zu 400 Euro im Jahr,
  • 120 Euro Osteopathie,
  • starke Vorsorge,
  • freie Krankenhauswahl,
  • und ein ausgereiftes digitales Angebot.

Die TK ist eine der besten gesetzliche Krankenkasse, die Deutschland hat. Aber auch sie bleibt eine GKV.

Für Stefan als gesunden Alleinverdiener ohne Familie ergibt der direkte Vergleich ein klares Bild: Der SDK-Hochleistungstarif kostet ihn netto rund 198 Euro weniger im Monat und bietet in jedem medizinisch relevanten Bereich mehr. Einbettzimmer, Chefarzt, LASIK, Implantate, unbegrenzte Psychotherapie.

Wer eine Familie zu versorgen hat, gesundheitlich vorbelastet ist oder gerade in einer Phase schwankender Einnahmen steckt, fährt mit der TK besser. Wer wechselt, wechselt für bessere Medizin, nie für einen günstigeren Beitrag.

Du willst wissen, ob sich ein Wechsel für dich lohnt? Meld dich bei mir. Dann rechnen wir das gemeinsam konkret durch.

FAQ: Freiwillige Krankenversicherung bei der TK

Hier sind die häufigsten Fragen, die mir Selbstständige und Geschäftsführer zum Thema freiwillige TK-Mitgliedschaft stellen.

Wer kann sich freiwillig bei der TK versichern?

Die TK ist bundesweit für alle geöffnet. Freiwillig versichern kann sich jeder, der keine gesetzliche Pflichtversicherung hat: Selbstständige, Angestellte über der Jahresarbeitsentgeltgrenze von 77.400 Euro und beherrschende GGF.

Worin unterscheidet sich die TK von anderen gesetzlichen Kassen?

Der gesetzliche Leistungskatalog ist bei allen Kassen gleich. Die TK hebt sich durch einen Zusatzbeitrag unter dem GKV-Durchschnitt (2,69 statt 2,9 Prozent), das ausgereifteste Bonusprogramm im deutschen GKV-Markt, eine starke digitale Infrastruktur und Satzungsleistungen wie 120 Euro Osteopathie im Jahr ab.

Was passiert mit Kapitalerträgen und Mieteinnahmen in der freiwilligen GKV?

Bei Selbstständigen fließen alle Einkunftsarten in die Beitragsbemessungsgrundlage ein, bis zur BBG von 5.812,50 Euro im Monat. Kapitalerträge und Mieteinnahmen erhöhen also den monatlichen Beitrag, was viele unterschätzen, die aus einer Anstellung kommen.

Ist der GmbH-Zuschuss zur TK-Mitgliedschaft für beherrschende GGF steuerfrei?

Nein. Bei GGF mit mehr als 50 Prozent Beteiligung gilt der Zuschuss als steuerpflichtiger Arbeitslohn. Wer das nicht korrekt abrechnet, riskiert bei einer Lohnsteueraußenprüfung Nachzahlungen inklusive Zinsen.

Wann lohnt sich der Wechsel in die PKV für TK-Versicherte?

Für gesunde Alleinverdiener mit stabilem Einkommen über der JAEG kann ein Hochleistungstarif in der PKV netto günstiger sein und in allen medizinisch relevanten Bereichen mehr bieten. Sobald Familie, Vorerkrankungen oder schwankende Einnahmen ins Spiel kommen, ändert sich das Bild grundlegend.

Bild zeigt Marcus Knispel sitzend im schwarzen Anzug / PKV-Berater aus Duisburg für Geschäftsführer & Top-Verdiener
Marcus Knispel
Geschäftsführer | Versicherungsmakler (§ 34d GewO)
Über den Autor

Marcus Knispel ist seit über 25 Jahren in der Versicherungsbranche tätig und seit 2012 als ungebundener, nach § 34d GewO zugelassener Versicherungsmakler mit klarer Spezialisierung auf die private Krankenversicherung für Top-Verdiener, Unternehmer und Geschäftsführer aktiv. Er berät ausschließlich im Mandanteninteresse und unterstützt zusätzlich rund 100 Maklerkolleginnen und -kollegen bei komplexen PKV-Fragestellungen und der vollständigen Beratung ihrer Kunden.

Seine fachliche Grundlage bilden unter anderem Abschlüsse als Versicherungsfachmann (BWV) sowie als zertifizierter Fondsberater (EAFP) an der Europäischen Akademie für Finanzplanung, ergänzt um zahlreiche Spezialisierungen zu Tarifwechselrecht nach VVG § 204, Gesundheitsprüfung, Risikozuschlägen und Beitragsentlastung im Alter. Marcus bildet sich laufend über renommierte Branchenanbieter wie die Deutsche Makler Akademie weiter und verbindet so aktuelle PKV-Produktkenntnis mit langjähriger Praxiserfahrung aus der Beratung von Angestellten, Selbstständigen, Geschäftsführern und C-Level-Entscheidern.

Als Handelsmakler ist Marcus heute bei von Buddenbrock Concepts in Essen angebunden und steht für eine verständliche, transparente und zahlenbasierte PKV-Beratung, bei der Hochleistungstarife und eine stabile Beitragsentwicklung im Alter im Mittelpunkt stehen. In seinen Fachartikeln und Auftritten als PKV-Experte legt er großen Wert auf Aufklärung, klare Sprache und eine saubere Herleitung seiner Empfehlungen, damit Leser und Mandanten fundierte Entscheidungen zur privaten Krankenversicherung treffen können.